9 Von einer Weltmacht zum Chaos

Die Gegend um den heutigen Irak war in vorchristlicher Zeit sehr bedeutend. Das Zweistromland mit
Euphrat und Tigris umfasste die biblische Stadt Ninive (Mosul) und Babylon als politisches und wirtschaftliches Zentrum. In jüngerer Zeit war Bagdad eine berühmte Universitätsstadt. Davon ist heute nichts mehr zu erkennen. Bombenanschläge sind seit Jahren an der Tagesordnung. Vor zwei Jahren überrannte der Islamische Staat (IS) große Teile des Iraks.

Nicht genug, dass die IS-Terroristen Angst und Schrecken verbreiten, indem sie Christen, Jesiden und selbst Muslime vertreiben, versklaven und töten. Auch schiitische und sunnitische Muslime bekämpfen sich. Ethnische Minderheiten wie die turkmenischen Shabak und Kaka’i werden diskriminiert und verfolgt. Die Kurden, die nach jahrelanger Unterdrückung einen autonomen Teilstaat geschaffen haben, werden von den irakischen Arabern mit viel Misstrauen beobachtet. Tausende vor allem jesidische Vertriebene leben in Lagern ohne viel Hoffnung auf Rückkehr in ihre Heimatdörfer. Viele Christen sind außer Landes geflüchtet. Ein Ende dieses Chaos ist nicht in Sicht.

Aber es gibt sie noch, diese Momente, in denen Gottes Wirken zum Vorschein kommt. Wenn (verbliebene) Gemeinden mit Lebensmitteln, Decken, Traumatherapie etc. Muslimen und Jesiden Jesu Liebe zeigen. Wenn bei Evangelisationen ganze Hallen gefüllt werden. Wenn die bisher sehr verschlossenen Jesiden ins Fragen kommen und Jesus nachfolgen wollen.

Wir beten
  • Um Gottes Erbarmen über die leidgeprüfte irakische Bevölkerung.
  • Dass ein stabiler Staat entstehen kann, der Minderheiten berücksichtigt.
  • Für die verbleibenden Christen im Irak, dass Jesus durch ihr Zeugnis viele Muslime und Jesiden ruft und sie sich entscheiden, ihm nachzufolgen.

Text und Bild von: Quelle