3 Mauretanien

Mauretanien ist fast dreimal so groß wie Deutschland und besteht großenteils aus Wüste. Hier haben sich Araber, Berber und schwarzafrikanische Völker miteinander vermischt. Etwa 70 Prozent der Bevölkerung sind arabisch-berberische Mauren und sprechen Hassania. Etwa die Hälfte wird als «weiße Mauren» bezeichnet – die Elite, Händler, Gelehrte usw. Die andere Hälfte sind «schwarze Mauren», Nachkommen von Sklaven aus Schwarzafrika. Mehrere schwarzafrikanische Völker im Süden und in der Hauptstadt bilden 30 % der Bevölkerung.

1957 waren noch 90% der Menschen Nomaden. Größere Städte gab es nicht. Die Dürre in den 70er Jahren zwang jedoch viele, ihre restlichen Tiere zu verkaufen und in die Städte zu ziehen. Diese wachsen seither stark.

Die Araber brachten den Islam ab dem 8. Jh. in die Sahara. Die Berber verloren mehr und mehr an Einfluss. 1920 wurde Mauretanien eine französische Kolonie, 1960 ein unabhängiger Staat mit islamischer Rechtsprechung.

Durch die Revolutionen in anderen arabischen Ländern achtet die Bevölkerung mehr darauf, das islamische Gesetz zu halten. Dies scheint die einzige Lösung für Probleme wie Armut, Korruption, Sklaverei, Ungerechtigkeit, Dürre usw. zu sein. Und doch prägt die Freiheit der Nomaden manche Verhaltensweisen noch stark – man sitzt auf Teppichen statt auf Stühlen, beachtet Verkehrsregeln kaum, lässt sich schnell scheiden usw. Heute sind annähernd 100% der Bevölkerung sunnitische Muslime.

Wir beten

Dass der Herr die wenigen Gläubigen stärkt und seine Gemeinde in Mauretanien baut.
Gegen Entmutigung der christlichen Mitarbeiter, die Gott in dieses Land berufen hat.
Dass die Mauren die Freiheit in Christus erleben dürfen.

Quelle