2 Der Gute Hirte

Nordafrika gehörte Jahrhunderte zum Kernland der Christenheit, bevor es im 7. Jh. von den islamischen Armeen erobert wurde. Heute leben dort über 100 Mio. Muslime und machen 98-100% der Bevölkerung von Mauretanien, Westsahara, Marokko, Algerien, Tunesien und Libyen aus.

Im 20. Jh. befreite sich Nordafrika von der europäischen Kolonialherrschaft. Dabei nutzten die Regierungen die arabische Kultur und den Islam, um ihre Nationen gegen fremden Einfluss zu stärken und zu einen. Nur die Berber, die lange vor den Arabern in Nordafrika heimisch waren, verweigerten sich hartnäckig. Sie wurden Jahrhunderte lang kulturell unterdrückt. Trotzdem gibt es in Nordafrika noch mindestens 19 Berberstämme mit 30-40 Mio. Menschen – u. a. die Riff-Berber in Marokko (4-6 Mio.), die Kabylen im Norden Algeriens sowie die nomadischen Tuareg (1,2 Mio.) in der Sahara.

Unter den Berbern kommen viele Menschen zum Glauben und viele neue Gemeinden entstehen. In den Dörfern der Berber sieht man oft Bilder von Jesus als «Guter Hirte». Sie sind beschrieben mit: «Der gute Hirte gibt sein Leben für seine Schafe.» Zeinab, eine Berberin, erklärt: «Das Bild vom Hirten bedeutet uns so viel, weil wir Hirten sind. Wir wissen, wie ein Hirte seine Schafe liebt.» Diese an Jesus gläubigen Berber haben ihren Hirten gefunden und hören auf seine Stimme.

Wir beten

Dass die aufstrebenden christlichen Bewegungen trotz Unterdrückung stark werden.
Dass neue Übersetzungen des Evangeliums sowie das Zeugnis der Gläubigen den Glauben der Berbervölker wecken.
Für die Mitarbeiter christlicher Medien - und dass Radio, Satelliten-TV und Internet zu einer Neu-Entdeckung des «alten» Glaubens in Nordafrika beitragen

Quelle