25 Naher Osten - Syrische Flüchtlinge auf einer unfreiwilligen Reise

Bis vor wenigen Jahren war Syrien noch ein stabiles Land im Zentrum der arabischen Welt. Das autoritäre Assad-Regime ging hart gegen politische Gegner vor, sicherte aber eine friedliche Existenz der religiösen und ethnischen Minderheiten inmitten der sunnitischen Mehrheit.

Mit dem Beginn der Aufstände 2011 veränderte sich die Situation dramatisch. Mehr als die Hälfte der etwa 21 Mio. Einwohner musste wegen des Bürgerkrieges ihre Häuser verlassen und sich auf eine ungewisse Reise begeben. Viele flohen innerhalb des Landes zu Verwandten. Mehr als 4 Mio. suchten in den Nachbarländern Zuflucht.

Die ungewisse Reise hat aber auch dazu geführt, dass viele Muslime aus ihrem streng kontrollierten sozialen Netz befreit wurden und sich offener für den christlichen Glauben interessieren können.

Die im Namen des Islam verübten Gräueltaten lassen viele Muslime die Werte ihrer Religion hinterfragen. Eine Reihe von ihnen reagiert positiv, wenn sie von Christen in Gemeinden eingeladen werden, wo sie praktisch gelebte Nächstenliebe in Form von Lebensmittelpaketen, Decken, Heizmaterial und seelsorgerlichem Beistand erleben. Im Libanon sind viele zum Glauben an Jesus gekommen und gehören nun zu einer Gemeinde. In den anderen Ländern herrscht Offenheit, über den Glauben zu sprechen.

Eine Familie in Beirut, die in Syrien alles hinter sich lassen musste und nun in großer Armut lebt, fasst ihre Erfahrung so zusammen: «Wir haben Haus und Heimat verloren, dafür aber mit Jesus etwas viel Kostbareres gefunden».

Wir beten

  • Um ein Ende des Konfliktes in Syrien. Menschlich gesehen scheint dies unmöglich, aber Gott ist auch über diese Situation Herr.
  • Für die Millionen von Flüchtlingen und ihre physischen und psychischen Bedürfnisse.
  • Dass in dieser schwierigen Situation viele Muslime zu Jesus finden und ihm nachfolgen.

Text von ead.de übernommen.