23 Österreich - Wohin geht die Reise?

Herbst 2015: Flüchtlingsstrom durch Österreich, meistens mit Ziel Deutschland. Ganze Züge bringen Menschen von Wien nach Salzburg, die Bahnhöfe sind überfüllt, die Grenzen nach Deutschland mal offen, mal nicht – Chaos.

Die Reise geht oft ins Ungewisse, begleitet von Hoffnung und Angst. Auch viele Österreicher haben Angst vor möglichen Problemen durch die Flüchtlingswelle. Aber auch die Hilfsbereitschaft ist groß. An den Bahnhöfen sind Lager voller Hilfsgüter. Freiwillige verteilen Decken, Kleidung und Lebensmittel, kochen Mahlzeiten, dolmetschen, verarzten. Flüchtlingen, die in Österreich bleiben, wird Deutsch beigebracht, jemand tritt persönlich mit ihnen in Beziehung.

Auch viele Christen setzen sich ein und erfüllen den Auftrag Jesu, sich um die Hungrigen, Durstigen und Heimatlosen zu kümmern. Aber außer praktischer Hilfe können sie noch viel mehr anbieten: Die Botschaft, die von der Sünde rettet, der Wurzel aller menschlichen Probleme. Menschen, die in ihrer Heimat von dieser Botschaft abgeschirmt waren, können sie hier in Freiheit hören. Viele Flüchtlinge sind vom Islam enttäuscht. Zu Hause haben sie die Auswirkungen des radikalen Islam erlebt. Umso mehr fasziniert es sie, von Jesus und seiner Liebe und Gewaltlosigkeit zu lesen. Ein Flüchtling sagt nach der Vorführung des Films über das Leben Jesu: «Wir haben Jesus schon geliebt, als wir noch nicht viel von ihm wussten. Jetzt wissen wir mehr über ihn und lieben ihn noch viel mehr.»

„Meine muslimischen Freunde sehen meinen leidenschaftlichen Glauben und respektieren mich dafür.“ 

Wir beten

  • Dass muslimische Flüchtlinge den Islam hinterfragen und ihr Herz für das Evangelium öffnen.
  • Dass von Gott vorbereitete, offene Menschen Christen kennenlernen und von Christus hören.
  • Dass mehr Gemeinden ein Anliegen für Flüchtlinge bekommen und Weisheit für konkrete Projekte haben.

Text und Bild von ead.de übernommen.