21 Muslimische Vielfalt

Schon vor der aktuellen Flüchtlingswelle lebten etwa 4 Mio. Muslime in Deutschland. Darunter sind etwa 3 Mio. Sunniten, 500.000 Aleviten, 290.000 Schiiten und 35.000 Ahmadiyya. Nur wenige Christen hatten ein Anliegen, sie mit der Botschaft von Jesus Christus bekannt zu machen.
Mehr als die Hälfte der Muslime hat einen türkischen Hintergrund. Die anderen kommen aus Bosnien-Herzegowina, Irak, Marokko, dem Iran, Afghanistan, Nigeria und anderen Ländern. Sie leben zum Teil seit vielen Jahren in Deutschland.
Muslime begegnen uns nicht als einheitlicher Block; sie leben ganz unterschiedlich. Manche bewegen sich weitgehend in ihrem eigenen religiösen und kulturellen Umfeld. Andere bringen sich in Wirtschaft, Politik und Universitäten an entscheidenden Stellen ein. Die einen setzen sich für eine Form des Islam ein, der mit den Werten unserer Gesellschaft vereinbar ist. Andere wirken auf uns überheblich. Manche der muslimischen Frauen leben nach den Traditionen ihrer Herkunftsländer. Während die einen unterdrückt werden, gehen andere selbstbewusste Wege. Gewisse jugendliche Muslime werden von radikalen Ideen angesprochen. Viele schätzen die Freiheit unserer Gesellschaft und wieder Andere scheitern daran.
Zu diesen unterschiedlichen Gruppen kommen die vielen Asylbewerber, die als Flüchtlinge traumatische Erlebnisse hatten und Annahme, Liebe und innere Heilung brauchen. Es ist erfreulich, dass Christen zunehmend erkennen: All diese Muslime sollen die Gute Nachricht hören.

Wir beten

  • Dass Christen offen für Muslime werden und mutig und kreativ Wege der Begegnung suchen.
  • Dass Muslime, egal welchen Hintergrund sie haben, sich Jesus zuwenden.
  • Um eine effektive Zusammenarbeit zwischen Missionswerken, Kirchengemeinden und Gemeinschaften in dem Anliegen, Muslime zu erreichen und zu integrieren.

Text von ead.de übernommen.