6 Zu Hyänen werde

Die 20 Nationen im Raum Ostafrika erstrecken sich vom Sudan bis nach Südafrika. Arabische Händler trieben hier Sklaven- und Elfenbeinhandel und brachten den Islam. Seit im 16. Jh. die ersten christlichen Missionare kamen, wetteifern Islam und Christentum um die heute 357 Millionen Bewohner, von denen viele noch ihren Stammesreligionen treu sind.

Yusuf ist ein afrikanischer Geschäftsmann mittleren Alters mit christlichem Hintergrund, der schon viele Muslime in seiner Gegend zum Glauben an Jesus führen durfte. Auf die Frage, warum er so erfolgreich ist, entgegnet er: «Früher wollte ich sie zu Christen machen. Heute versuche ich ihnen zu helfen, Jesus kennenzulernen und ihm nachzufolgen, ohne Betonung auf eine äußere Religionszugehörigkeit.» Bei einem Treffen, in dem Yusuf 20 muslimische Leiter in ihrem neugefundenen Glauben schult, kommt die Frage auf, ob es Verfolgung gäbe. Abu Salam (35) erwidert: «Ja, es gibt Verfolgung. Als ich über Isa al-Masih (Jesus Christus) zu lehren begann, wurde ich aus der Moschee gejagt. Nun kämpfe ich vor Gericht darum, weiter in meiner Moschee anbeten zu dürfen.»

Abu Salam riskiert in einer von der Scharia bestimmten Gemeinschaft ein Todesurteil für den Abfall vom Islam. «Warum verlässt du die Moschee nicht einfach?» fragt ihn ein Besucher. Sofort erheben sich verschiedene Stimmen: «Weil wir Muslime gewinnen wollen!» Eine Frau erläutert: «Jesus wurde Mensch, um Menschen zu retten, obwohl er Gott ist. Wenn Gott Hyänen hätte retten wollen, wäre er eine Hyäne geworden. Wir wollen Muslime retten und müssen deshalb zur Moschee gehen. Dafür riskieren unsere Geschwister ihr Leben.»

Wir beten

Um Weisheit und Mut für die Nachfolger von Isa al-Masih in Ostafrika.
Für Menschen wie Yusuf, die diese Region auf dem Herzen haben.
Für die fast 80 Mio. Muslime in der Region, die noch nie von Christus gehört haben.

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