19 Eine Reise in Indonesien - Merantau

«Der Priester erwiderte ihnen: Zieht in Frieden weiter! Der Weg, den ihr gehen wollt, liegt vor den
Augen des Herrn.» Richter 18,6

Bei den einfachen ländlichen Bewohnern der Insel Sumatra (Indonesien) gibt es das Konzept des merantau.

Wörtlich übersetzt bedeutet das «herumziehen». Das sieht in der Regel so aus, dass ein junger Mann für eine unbestimmte Zeit seine Heimat verlässt und sich auf die Suche nach Glück und Erfolg macht. Viele suchen mehr Erfahrung in ihrem Beruf oder im Leben insgesamt.

Wenn solch ein junger Mann unterwegs ist und innerlich keine konkrete Vorstellung von dem hat, was er eigentlich sucht, dann ist er offener und fühlt sich weniger unter der sozialen Kontrolle seiner Familie, Nachbarn und Freunde.

Deshalb ist es eine gute Gelegenheit, die Botschaft des Evangeliums gerade diesen herumreisenden Männern zu erklären. Viele kommen aus strikt muslimischen Dörfern. Doch für indonesische Christen hat das Konzept einer merantau noch eine andere Bedeutung. Junge christliche Männer machen sich bewusst auf den Weg, besuchen andere Dörfer und erklären, dass sie auf einer merantau sind. Das ist ein kulturell angemessener Weg, um sich in einem fremden Ort vorzustellen. Und oft ergeben sich dadurch Möglichkeiten, die Botschaft von Jesus weiterzugeben.

Wir beten

  • Dass junge Männer auf einer merantau nicht ziellos herumwandern, sondern auf ihrer Reise Jesus begegnen.
  • Dass christliche Geschäftsleute junge Christen unterstützen, die sich auf solch eine Reise begeben, um Berufserfahrung zu sammeln und gleichzeitig das Reich Gottes zu bauen.
  • Dass Gott viele junge Christen beruft und auf eine merantau schickt, damit sein Evangelium in bisher unerreichten Gebieten bekannt wird.

Text und Bild übernommen: Quelle