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Kobrin. Die schwarzen Türme

von Caroline G. Brinkmann


Inhalt


Nach der Niederlage gegen die Menschen und Zwerge mussten sich die Schatten, auch Nox genannt, zurückziehen. Seitdem sinnen sie auf Rache und wollen das Menschenreich erobern. Doch eine große Mauer schützt dieses vor den Nox. Nur an einer Seite ist die Mauer offen, denn dort grenzt an das Menschenreich der Wald. Dieser ist von den unterschiedlichsten Waldbewohnern bevölkert, welche von der Waldkönigin und den Waldgeistern beschützt werden. Deshalb traut sich niemand von außerhalb in den Wald.
In dem Waldreich Aragorn leben die Wesen friedlich miteinander und sind daher eigentlich nicht zu fürchten. So lebt auch die Elfe Kobrin in ihrer Heimatstadt Immerblau und muss sich wie jeder Teenager mit fiesen Klassenkameraden herumschlagen. Da sie keine Magie sehen bzw. fühlen kann, wird sie von diesen besonders gequält und erniedrigt. Doch als der Wald anfängt zu brennen, der Schutz des Reichs Aragorn schwindet und somit auch die Waldbewohner in Gefahr schweben, erwacht eine außergewöhnliche Macht in Kobrin. Diese muss die junge Elfe aber erst noch durchschauen und verstehen. Währenddessen begibt sie sich mit ihrer Familie auf eine lange Reise, denn nur Kobrin kann das Reich retten. Sie muss den Auserwählten finden und ihm das geheimnisvolle grüne Samtbeutelchen überreichen …


Meine Meinung


Parallel zu Kobrins Geschichte erfährt man auch von dem menschlichen Magier Daidalor, der auf der Spur der Nox ist, um rechtzeitig das Reich der Menschen warnen zu können. Die Erzählungen über ihn sind immer kürzer als die über Kobrin. Dennoch bekommt man einen guten Einblick in die Geschichte und Denkweise der Menschen. Da er sich außerdem als ein Gefolgsmann der Nox ausgibt, erfährt man auch einiges über diese und wie es auf der „bösen“ Seite aussieht. Als Magier ist Daidalor in der Lage eine zweite Persönlichkeit zu erschaffen. Somit wohnen zwei Seelen in einem Körper. Dieser Umstand wird sehr gut und nachvollziehbar beschrieben. Auch welche Persönlichkeit gerade am Handeln oder Denken ist, wird sehr gut dargestellt.
Kobrin ist anfangs einfach nur eine Elfenschülerin. Selbst als sie von der alten Kräuterhexe die Aufgabe zugeteilt bekommen hat, den Auserwählten zu finden, verändert Kobrin sich nicht wirklich. Egal wie viel passiert, sie möchte immer zu allererst ihre Familie und als nächstes erst den Auserwählten finden. Meistens braucht sie auch ewig um zu handeln oder wegzulaufen. Selbst als ihr andere, höhere Autoritäten es ihr befehlen bzw. nahelegen und sie in Todesgefahr ist, braucht sie ewig um sich in Bewegung zu setzten. Beides ist vielleicht verständlich, fand ich aber schade. So übernimmt Kobrin nie wirklich ihre Aufgabe und kommt damit dem Auserwählten auch kein Stück näher. Dennoch war mir Kobrin von Anfang an sympathisch und ist es auch geblieben.
Allerdings fand ich teilweise ihre Familienkonstellation etwas verwirrend. Auch das Alter der Zwillinge war mir ein Rätsel. Einerseits werden sie als junge Kinder geschildert, sodass ich sie mir anfangs so um die fünf Jahre alt vorgestellt hatte. Später handeln sie aber eher wie Teenager. Das fand ich ebenfalls schade und nicht optimal umgesetzt.


Fazit


Das Buch hat mir gut gefallen. Die Geschichte hat zwar ein paar Schwächen, ist aber im Großen und Ganzen dennoch ein besonderes Lesevergnügen. Allerdings ist das Ende noch sehr offen. Im zweiten Teil „Alania - Das Lied der Geister“ ist Kobrin nicht mehr die Hauptperson. Erst im dritten Band spielt sie wieder eine größere Rolle. Ich hoffe daher sehr, dass die weiteren zwei Bänden dem ersten gerecht werden und der Abschluss der Reihe zufriedenstellend ist.


Leserunde


Da ich das Buch bei einer Leserunde auf lovelybooks.de gewonnen habe, kannst Du dort auch die Rezensionen der anderen Teilnehmer nachlesen. Außerdem erfährst Du dort sowohl meine als auch die Meinung der anderen über die einzelnen Leseabschnitte.


Rezension zu Band 2 "Alania. Das Lied der Geister"