15 Deoband und die Deobandin

Die Stadt Deoband in Nordindien ist mit 80.000 Einwohnern relativ klein. Aber die Dar ul-Ulum-
Medresse (islamische Hochschule) beeinflusst viele Millionen Muslime auf der ganzen Welt.

Sie wurde 1866 gegründet, um den konservativen sunnitischen Islam auf dem indischen Subkontinent zu stärken und zu verbreiten. Seither haben Tausende Männer dort studiert. Viele Absolventen haben Medressen in Indien, Pakistan, Bangladesch, Afghanistan, Südafrika, Großbritannien und Nordamerika gegründet. Etwa 20% der Muslime in Indien und Pakistan und 40% der Moscheen in Großbritannien sind «Deobandi» (d.h. Anhänger der besonderen Ausrichtung dieser Hochschule in Deoband).

Für viele Sunniten steht Deoband für einen konservativen, reinen Islam. Allerdings werden auch Verbindungen zum militanten Extremismus vermutet. Manche Taliban stammen aus Deobandi-Medressen in Pakistan. Deshalb hat sich die Schule 2013 öffentlich vom Terrorismus distanziert.

Muslime aus der ganzen Welt besuchen Deoband als Touristen oder machen eine mehrjährige Ausbildung zum islamischen Geistlichen. Die dortige Lehre ist inzwischen weit verbreitet, und Deobandi leben ihren Glauben sehr ernsthaft und geben ihn engagiert weiter. Wie großartig wäre es, wenn ihnen bewusst würde, wer Jesus ist. Mögen viele Deobandi sich in Zukunft Jesus als dem Herrn hingeben!

«Die Erde wird mit der Erkenntnis des HERRN erfüllt sein!» Habakuk 2,14

Wir beten

  • Dass die Stadt Deoband eine Stätte des Friedens und Segens sein kann, gerade auch in der Spannung zwischen Hindus und Muslimen.
  • Dass Muslime in dem weltweiten Deobandi-Netzwerk von Jesus ergriffen werden und sich für Wahrheit, Gerechtigkeit und Frieden einsetzen.
  • Dass die Deobandi-Frauen,die meist sehr zurückgezogen leben, Jesus Christus kennenlernen und dadurch ihren Wert vor dem himmlischen Vater erkennen.

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